Fachforum auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Verwirklichungschancen junger Menschen am Beispiel der SOS-Kinderdörfer

Der Capability-Ansatz geht davon aus, dass Menschen gesellschaftlich und institutionell gegebene Verwirklichungschancen benötigen, um ihre subjektiven Vorstellungen eines guten Lebens umzusetzen. Auf der strukturellen Ebene geht es um die realen Möglichkeiten und Angebote für die eigene Lebensführung, die einem Menschen zur Verfügung stehen. Das Pendant auf der individuellen Ebene ist die Handlungsbefähigung, die dazu beiträgt, dass eine Person real vorhandene Chancen erkennen und ergreifen kann.

Ein Praxisforschungsprojekt in Kooperation von Deutschem Jugendinstitut, Institut für Praxisforschung und Projektberatung München und dem SOS-Kinderdorf e.V. nutzt den Ansatz für die Analyse von Sozialisationsprozessen von Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die für eine Zeit von mehreren Jahren in SOS-Kinderdörfern aufwachsen. Die Leitfrage lautet: Welche spezifischen Bedingungen des Aufwachsen in den stationären Erziehungshilfen sind es, die Jugendliche sich selbst als handlungswirksam erleben lassen, und wie und in welcher Form bewährt sich die eigene Handlungswirksamkeit beim Austritt aus der Hilfe?

Die konzeptionellen Überlegungen zum Projekt wurden in diesem Forum vorgestellt.
Als Referenten traten auf:
Prof. Dr. em. Heiner Keupp, Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Christian Lüders, Deutsches Jugendinstitut, München
Dr. Florian Straus, Institut für Praxisforschung und Projektberatung München
Bernhard Babic, SOS-Kinderdorf International, Innsbruck
Dr. Kristin Teuber und Reinhard Rudeck, Sozialpädagogisches Institut des SOS-Kinderdorf e.V., München

Der SOS-Kinderdorf e.V. auf dem 14. DJHT

Ausführliche Informationen unter www.jugendhilfetag.de

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