SOS-Fachtagung 2001

Soziale Räume entwickeln – Sozialraumorientierung in Jugendhilfe und Stadtentwicklung

Sich am sozialen Raum zu orientieren und diesen zum Nutzen der darin lebenden Menschen zu entwickeln ist Leitgedanke in verschiedenen Arbeitsbereichen: In der Jugendhilfe werden derzeit Sozialraummodelle für die Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und die Aktivierung sozialräumlicher Ressourcen erprobt. Im Bereich der Stadtentwicklung wurden das "E&C-Programm" vom Bund und das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" aufgelegt, mit Hilfe derer soziale Räume entwickelt werden sollen. Ziel von Sozialraumkonzepten ist, die Entwicklungschancen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in ihren Lebenswelten zu verbessern. Dazu werden die Leistungen und Entwicklungen an ihrem Bedarf ausgerichtet.

Die sozialen und städtebaulichen Problemlagen in sozialen Räumen unterscheiden sich voneinander. Gemeinden und Städte erarbeiten deshalb lokal begrenzte und auf ihre spezifischen Gegebenheiten abgestimmte Strategien zu ihrer Beseitigung – daraus ergeben sich Herausforderungen auf fachlicher, institutioneller und organisatorischer Ebene. Und es wird daran gearbeitet, verschiedene Arbeitsbereiche wie die sozialräumliche Jugendhilfe und die Stadtentwicklung miteinander zu verknüpfen und gemeinsam Kooperationsstrukturen und Aktivierungsstrategien zu entwerfen.

Auf der Tagung wurde in das Prinzip Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe und der Stadtentwicklung eingeführt und dieses anhand von Beispielen verdeutlicht. Es wurde der Frage nachgegangen, wie Konzepte und Kooperationstrukturen beschaffen sein müssen, damit sie in der Praxis die Teilhabe- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen in sozialen Räumen verbessern helfen.

Die Tagung fand am 15. und 16. November 2001 in Berlin statt.

Weitere Informationen zum Thema Sozialraumorientierung finden Sie in der Dokumentation 1 der SPI-Schriftenreihe, in der Beiträge der SOS-Fachtagung "Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe auf dem Prüfstand" vom 21. Mai 2001 zusammengefasst sind.

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