SOS-Fachtagung 2003

Europäisierung der Kinder- und Jugendhilfe – Grundfragen, Finanzierung, Projekte

Begonnen als eine Wirtschaftsgemeinschaft entwickelte sich die EU zu einer politischen Union zunächst vornehmlich für den Westen Europas, mit der Erweiterung im Jahr 2004 auch für den Osten Europas, so dass Deutschland nunmehr "mitten in Europa" liegt. Der Prozess der "Europäisierung" beinhaltet das Einwirken von Aktivitäten der Europäischen Union auf bisher ausschließlich national gestaltete gesellschaftliche Felder – damit ist die Europäisierung auch für die Kinder- und Jugendhilfe von Bedeutung.

Dies gilt zunächst für die politische und programmatische Ausrichtung und Orientierung der Kinder- und Jugendhilfe: Welche Auswirkungen sind für die grundlegende Gestaltung der deutschen Kinder- und Jugendhilfe zu erwarten? Welche Perspektiven, welche Möglichkeiten, welche Probleme können sich ergeben? Als deutsche Besonderheit werden die Leistungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe weitgehend von privat-gemeinnützigen Trägern erbracht. Welche Auswirkungen haben hier europäische Regelungen auf die Leistungserbringung und die Trägerlandschaft, welche Tendenzen sind absehbar?

Mit Hilfe der ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel kann die Europäische Union auch sozialpolitisch gestaltend tätig sein. Welche Möglichkeiten, welche Programme, welche Finanzierungen gibt es hier für die Kinder- und Jugendhilfe und ihre Träger? Demgemäß gliedert sich die Tagung in zwei große Blöcke:

-  Am Donnerstag wurde mittels Referaten (und anschließender Diskussion) die Bedeutung der EU für die Inhalte der deutschen Kinder- und Jugendhilfepolitik und für die Leistungserbringung in Deutschland behandelt.
 
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Am Freitag wurden anwendungsbezogen die Förderungsmöglichkeiten der EU dargestellt und anhand von konkreten Projekten demonstriert.

Die Kooperationsveranstaltung von SOS-Kinderdorf e.V. und BBJ Consult AG fand am 6. und 7. November 2003 im SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin statt.

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