Die Stimme der Kinder in Gesellschaft und Politik

Positionen des SOS-Kinderdorf e.V.

Die sozialpolitische Positionierung des SOS-Kinderdorfvereins basiert auf langjähriger Erfahrung in der pädagogischen Arbeit, auf seiner Expertise für das Aufwachsen von jungen Menschen sowie den Forschungsergebnissen seines Sozialpädagogischen Instituts. Der SOS-Kinderdorf e.V. engagiert sich anwaltschaftlich insbesondere zu folgenden Themen: Kinderrechte, Beteiligung, Kinderschutz, Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe, Kinderarmut, Bildung und Befähigung.

Aktuelle Positionen von SOS-Kinderdorf zu sozialpolitischen Themen:

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Unterstützung für junge Geflüchtete – SOS-Kinderdorf fordert: Keine Jugendhilfe zweiter Klasse für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge!

vergrößern München, 17. November 2016 – Heute, am 17. November 2016, besprechen sich die Leitungen des Bundeskanzleramts und der Staats- und Senatskanzleien der Länder in Berlin. Inhalt der Gespräche sollen u.a. auch wieder die Leistungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sein. SOS-Kinderdorf bedauert es, dass die Ministerpräsidenten auf ihrer Jahreskonferenz Ende Oktober den Vorschlag des Freistaates Bayerns nicht grundsätzlich abgelehnt haben. „Besondere Regelungen, die für junge Flüchtlinge vorrangig andere Hilfen als für Kinder und Jugendliche, die keine Flüchtlinge sind, in Betracht ziehen, verstoßen gegen die UN-Kinderrechtskonvention“, sagt Dr. Birgit Lambertz, Geschäftsführerin des SOS-Kinderdorfvereins. SOS-Kinderdorf e.V. hatte sich dem Appell verschiedener Organisationen angeschlossen, um auf die Konsequenzen des bayerischen Vorschlags aufmerksam zu machen.

Medieninformation: SOS-Kinderdorf fordert: Keine Jugendhilfe zweiter Klasse für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge!

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Junge Menschen stärken: Kinderrechte gehören ins Grundgesetz! 

Junge mit vertrauensvollem Blick © stm / photocase.de vergrößern München, 16. November 2016 – Zum Internationalen Tag der Kinderrechte bekräftigt der SOS-Kinderdorfverein seine langjährige Forderung, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. „Dadurch würden die Belange von Kindern bei allen gesetzgeberischen, politischen und gerichtlichen Entscheidungen stärker als bisher berücksichtigt“, sagt Luise Pfütze, Referentin Advocacy beim SOS-Kinderdorf e.V. „Außerdem würde das allgemeine Bewusstsein für die Rechte von Kindern gestärkt. Hier gibt es weiterhin Verbesserungsbedarf, nicht zuletzt auch beim Gesetzgeber.“

Medieninformation des SOS-Kinderdorf e.V.: Kinderrechte gehören ins Grundgesetz!

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Jugendhilfeleistungen für junge Geflüchtete – SOS-Kinderdorf fordert Hilfeleistung und schließt sich dem Appell zur Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten an 

© picture alliance / dpa vergrößern München, 27. Oktober 2016 – „Junge unbegleitete Flüchtlinge brauchen Unterstützung und keine Diskriminierung“, sagt Dr. Birgit Lambertz, Geschäftsführerin des SOS-Kinderdorfvereins. SOS-Kinderdorf e.V. betreut seit Jahren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und auf Grundlage des § 41 des SGB VIII auch junge volljährige Flüchtlinge. „Wir müssen jungen Flüchtlingen die Hilfe zukommen lassen, die sie für ihre Entwicklung zu einer gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit brauchen und die ihr Wohl unterstützt“, erläutert Lambertz.

Medieninformation: SOS-Kinderdorf fordert Jugendhilfestandards für junge Geflüchtete

Appell an die Jahreskonferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder

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Regionalisierung Sozialgesetzgebung – SOS-Kinderdorf kritisiert Pläne des Bundesfinanzministeriums 

SOS-Kinderdorfmutter mit einer Flüchtlingsfamilie

München, 13. Oktober 2016 – Im Rahmen der heutigen Bund-Länder-Gespräche soll auch über einen Vorschlag des Bundesfinanzministeriums diskutiert werden, der unter der Überschrift „Regionalisierung der Sozialgesetzgebung“ steht. Der Vorschlag sieht vor, dass die Bundesländer Abweichungsrechte bei der Gewährung von Hilfe in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung erhalten sollen. Der SOS-Kinderdorf e.V. befürchtet, dass sich die bereits heute von Bundesland zu Bundesland existierenden Unterschiede bei der Bewilligung von Jugendhilfe- und Sozialleistungen damit verschärfen. 

Medieninformation: SOS-Kinderdorf e.V. zur Regionalisierung der Sozialgesetzgebung

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Beständige Hilfe für geflohene Menschen – SOS-Kinderdorf ist nicht nur am Weltflüchtlingstag aktiv


SOS-Kinderdorfmutter mit einer Flüchtlingsfamilie

München, 16.6.2016 –  Sie haben alles aufgegeben, ihre Heimat verlassen und sich auf eine gefahrvolle, oft monate- und jahrelange Reise begeben, um Krieg, Terror und Verfolgung zu entgehen. Am 20. Juni wird weltweit auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam gemacht. SOS-Kinderdorf kümmert sich deutschlandweit in zahlreichen Einrichtungen das ganze Jahr über um geflohene Menschen.

Medieninformation des SOS-Kinderdorf e.V. zum Weltflüchtlingstag

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SOS-Kinderdorf e.V. zum internationalen Weltspieltag: Spielen ist für Kinder unentbehrlich 

Internationaler Weltspieltag – Kinder beim Spielen

München, 24. Mai 2016 – Spielen ist für Kinder kein Zeitvertreib, sondern unentbehrlich für ihre gesunde Entwicklung. Darauf weist der deutsche SOS-Kinderdorfverein aus Anlass des Internationalen Weltspieltags am 28. Mai hin. Im Spiel begreifen Kinder ihre Welt. Sie eignen sich neue Fähigkeiten an, erwerben und üben zahlreiche Fertigkeiten. Bereits seit langem unterstützt die Kinderhilfsorganisation im Rahmen der Frühen Hilfen junge Eltern gezielt darin, das Spiel ihrer Kinder zu fördern.

Medieninformation: SOS-Kinderdorf e.V. zum Internationalen Weltspieltag

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SOS-Kinderdorf e.V. sieht Korrekturbedarf beim 9. Änderungsgesetz zum SGB II, dem sogenannten Hartz IV

© Pressmaster, shutterstock

München, 14. April 2016 – „Wir müssen jungen Menschen vernünftige Perspektiven eröffnen und adäquate Hilfen bieten“, sagte Prof. Johannes Münder, Vorstandsvorsitzender von SOS-Kinderdorf e.V., „nur so besteht die Möglichkeit, dass diese Menschen Fuß in unserer Gesellschaft fassen – auch wenn sie mit schwierigen Ausgangsvoraussetzungen zu kämpfen haben.“ Das 9. Änderungsgesetz zum SGB II, dem so genannten Hartz IV, bringt nicht die von vielen erwartete Verbesserung und Unterstützung für junge Menschen unter 25 Jahren.

Medieninformation: SOS-Kinderdorf e.V. sieht Korrekturbedarf beim 9. Änderungsgesetz zum SGBII, dem sogenannten Hartz IV

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Geschwister gehören zusammen – SOS-Kinderdorf e.V. zum Tag der Geschwister 

Tag der Kinder - Kinder beim Seilspringen

München, 5. April 2016 – Ein Dorf, ein Haus, eine Mutter und Geschwister: Mit diesen Grundprinzipien begann die pädagogische Arbeit in den SOS-Kinderdörfern vor mehr als 60 Jahren. Bis heute leben die meisten der aufgenommenen Kinder zumindest phasenweise mit einem oder mehreren leiblichen Geschwistern im Kinderdorf. Schon bei der Aufnahme der Kinder gilt es zu klären: Bleiben sie zusammen oder ist es besser sie unterschiedlich unterzubringen? „Wir wissen aus unserer jahrelangen Erfahrung, dass die Dynamik zwischen Geschwistern das Alltagsleben ungemein prägt“, sagt Dr. Kristin Teuber, Leiterin des Sozialpädagogischen Instituts beim SOS-Kinderdorf e.V. „Denn belastende familiäre Vorgeschichten formen auch das Miteinander der Geschwister.“

Medieninformation: SOS-Kinderdorf e.V. zum Tag der Geschwister

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SOS-Kinderdorf fordert: Jugendhilfeleistungen für junge Geflüchtete über das 18. Lebensjahr hinaus sicherstellen

München, 29. Februar 2016 – Der SOS-Kinderdorf e.V. betreut seit vielen Jahren in zahlreichen Einrichtungen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) und junge volljährige Geflüchtete. Aufgrund des gestiegenen Bedarfs wurden entsprechende Angebote besonders im Jahr 2015 erweitert und neu aufgebaut. Mit Sorge beobachtet SOS-Kinderdorf, dass den jungen Menschen Jugendhilfeleistungen über das 18. Lebensjahr hinaus – trotz weiterhin bestehendem individuellen Hilfebedarf – zunehmend nicht gewährt werden, da die rechtlich eindeutige Kostenträgerschaft der Kommunen in der Praxis nicht übernommen wird.

Position: Der SOS-Kinderdorf e.V. fordert, Jugendhilfeleistungen für junge Geflüchtete über das 18. Lebensjahr hinaus sicherzustellen

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SOS-Kinderdorf e.V. kritisiert Einschränkung des Familiennachzugs durch geplantes Asylpaket II

München, 12. Februar 2016 – Die Bundesregierung plant im so genannten Asylpaket II verschärfte Regelungen im Asyl- und Aufenthaltsgesetz. Neben beschleunigten Asylverfahren soll unter anderem auch der Familiennachzug für Flüchtlinge, die nur subsidiären Schutz genießen, stark eingeschränkt werden. Für diese Personen soll es erst nach zwei Jahren möglich sein, ihre Familien nachzuholen. Der SOS-Kinderdorf e.V. bedauert, dass auch nach den erneuten Gesprächen in der Koalition die Förderung der Einheit der Familie missachtet wurde. „Mit diesen Änderungen sehen wir die Rechte von Kindern und den besonderen Schutz von Familien stark eingeschränkt“, sagt Prof. Johannes Münder, Vorstandsvorsitzender von SOS-Kinderdorf e.V.

Pressemitteilung zum geplanten Asylpaket II: SOS-Kinderdorf e.V. kritisiert Einschränkung des Familiennachzugs

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Zum Archiv: Sozialpolitische Positionen (2006-2015)

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