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Der SOS-Kinderdorf e.V. engagiert sich seit Jahren deutschlandweit für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien. Angesichts der vielen jungen Menschen, die seit 2015 in Deutschland Schutz suchen, hat der Verein eine große Zahl seiner Angebote neu auf- und ausgebaut. Dazu zählen offene Angebote für Kinder und ihre Familien in Gemeinschaftsunterkünften ebenso wie die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Im aktuellen Themenschwerpunkt berichten Fach- und Führungskräfte davon, was sie bei der Versorgung, Begleitung und Integration geflüchteter junger Menschen herausfordert und was dazu beiträgt, dass die Hilfen – von Beratung bis Berufsausbildung – gelingen. Naser, ein junger Auszubildender aus Afghanistan, erzählt, was ihm persönlich das Ankommen in Deutschland nach seiner Flucht erleichtert hat. Und über die interkulturelle Öffnung in der Kinder- und Jugendhilfe spricht Dr. Hubertus Schröer, ehemaliger Jugendamtsleiter und Integrationsbeauftragter der Stadt München. 

  • Flucht, Ankommen und Integration in Deutschland

    Wie SOS-Kinderdorf junge Menschen mit Fluchterfahrungen unterstützt

    © SOS-Kinderdorf international

    Geflüchtete Kinder und Jugendliche haben laut der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland die gleichen Rechte wie alle anderen Mädchen und Jungen auch. Der SOS-Kinderdorf e.V. setzt sich durch den Ausbau seiner pädagogischen Angebote und auf politischer Ebene dafür ein, dass sie nach ihrer Flucht gemäß den gesetzlichen Regelungen und geltenden Kinder- und Jugendhilfestandards bestmöglich untergebracht, betreut und gefördert werden. Entsprechend wird immer vom Kind bzw. Jugendlichen und seinem individuellen Hilfebedarf aus gedacht, seien es unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Kinder, die mit ihren Eltern in Gemeinschaftsunterkünften leben.

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  • Zugänge schaffen für Menschen mit Migrationshintergrund

    Interkulturelle Öffnung in der Kinder- und Jugendhilfe

    „Organisationen, insbesondere Kommunen und Verbände, müssen sich interkulturell öffnen, müssen sich verändern, neue Haltungen einnehmen. Wir brauchen eine neue gesellschaftliche Identität.“ Dr. Hubertus Schröer leitet das Institut für Interkulturelle Qualitätsentwicklung München. Seine langjährigen Erfahrungen als ehemaliger Leiter des Jugendamts München und erster Integrationsbeauftragter der Stadt München fließen heute in die Beratung von Kommunen und Verbänden ein, die einen Prozess der interkulturellen Öffnung anstreben. Im Gespräch ordnet er ein, was interkulturelle Öffnung konkret bedeutet und wie sie in der Kinder- und Jugendhilfe gelingen kann.

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  • Psychologische Beratung für Familien mit Fluchterfahrungen

    „Ich höre aktiv zu und versuche, die Ressourcen der Menschen aufzuspüren“

    Anisa Saed-Yonan

    Anisa Saed-Yonan ist Psychologin und Psychotherapeutin. Vor gut 30 Jahren ist sie aus Syrien nach Deutschland gekommen, seitdem arbeitet sie hier mit Migranten. In der interkulturellen Beratungsstelle im SOS-Kinderdorf Berlin berät Saed-Yonan u.a. auf Arabisch, Aramäisch und Kurdisch. Das schafft Vertrauen und erleichtert vielen Menschen aus arabischen Ländern den Zugang. Etwa 70 Prozent der Familien, die derzeit zu Saed-Yonan in die psychologische Beratung kommen, haben Fluchterfahrungen.

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  • Naser, ehemals unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, heute Azubi in Saarbrücken, erzählt von seinem Weg in die Selbstständigkeit

    „Es ist ein schönes Gefühl, sagen zu können: Das habe ich mir erarbeitet“

    2. Jahrgang FPEP

    Vor fünf Jahren ist Naser aus Afghanistan gekommen. Nach einer langen Flucht, die der damals 14-Jährige auf weiten Strecken zu Fuß zurücklegte, gelangte er nach Saarbrücken. Heute ist er 19 Jahre alt und absolviert eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe: „Das war meine große Chance, dass ich bei SOS-Kinderdorf diese Ausbildung anfangen konnte.“

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  • Vom Clearing bis zur Verselbstständigung

    Die Jugendlichen auffangen, begleiten und gemeinsam mit ihnen Perspektiven entwickeln

    „Wir haben verschiedene Angebote, die ineinandergreifen, und legen viel Wert darauf, die Übergänge gut zu begleiten“, berichtet Karin Heck, Bereichsleiterin für stationäre Hilfen zur Erziehung im SOS-Kinderdorf Saarbrücken. „In Bezug auf die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge heißt das: Von dem Moment, in dem sie in Saarbrücken ankommen, bis zu ihrem Ausscheiden aus der Jugendhilfe sollten sie eine Hilfekette vorfinden. Sie brauchen ein Angebot, das sie nahtlos entsprechend ihrer Bedarfe und ihrer Fähigkeiten versorgt.“

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  • Erfahrungen aus den offenen Familienhilfen des SOS-Kinderdorfs München

    Wie es gelingt, Flüchtlingsfamilien in offenen Angeboten einzubinden

    „Das Ziel ist, den Menschen Zugang zu unserer Lebenswelt zu ermöglichen. Und die Lebenswelt ist nicht die Gemeinschaftsunterkunft; die Gemeinschaftsunterkunft ist eine Parallelwelt.“ Yvonne Lüders leitet den Bereich der offenen Familienhilfen an vier Standorten im Münchner Osten. Schon vor zehn Jahren hat die Sozialpädagogin im SOS-Beratungs- und Familienzentrum München Flüchtlingskinder begleitet und dabei intensive Beziehungen zu ihnen aufgebaut. Diese Erfahrungen helfen ihr heute dabei, Kontakt zu Familien in Gemeinschaftsunterkünften zu knüpfen und passgenaue Angebote für sie zu entwickeln.

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