Seit 60 Jahren gestaltet der SOS-Kinderdorf e.V. Orte des Aufwachsens sowie Lern- und Entwicklungsräume für Mädchen und Jungen, die unter erschwerten Lebensbedingungen
groß werden. Ziel des Vereins ist es, dass sich die Kinder und Jugendlichen in den SOS-Einrichtungen geschützt, angenommen und zugehörig fühlen. Anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums nimmt der SOS-Kinderdorfverein Grundsätze für seine pädagogische Arbeit in den Blick, die eine wesentliche Rolle dabei spielen: Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung. Kernfragen sind: Wie lassen sich in der pädagogischen Arbeit verlässliche Beziehungen gestalten, sodass junge Menschen Vertrauen entwickeln können? Welche Bedingungen tragen dazu bei, dass sie sich als selbstwirksam und handlungsfähig erleben? Welche Rolle spielen in diesem Kontext Beteiligungs- und Bildungsprozesse? Und wie spiegeln sich diese Aspekte in den personalpolitischen Werten und Grundsätzen des SOS-Kinderdorf e.V. wider? Fach- und Führungskräfte geben Einblick in ihre Überzeugungen und deren Umsetzung in der Praxis.

  • Kernprozesse des pädagogischen Handelns: Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung

    Menschen zu einem Stück Lebensautonomie befähigen

    Eine zentrale Frage der Kinder- und Jugendhilfe lautet: Wie gelingt es, in ihren Angeboten genau die Ressourcen zu fördern, die junge Menschen benötigen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können – gerade wenn sie unter schwierigen Lebensbedingungen aufwachsen? „Auf diesem Weg in die Eigenständigkeit sind vier Aspekte von wesentlicher Bedeutung: gelingende Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung“, sagt Heiner Keupp, emeritierter Professor der Sozialpsychologie. „Die Forschung hat dafür klare Belege geliefert, und auch die Praxiserfahrungen zeigen, dass diese vier Faktoren unverzichtbar sind in der pädagogischen Arbeit.“

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  • Pädagogische Grundsätze im SOS-Kinderdorf e.V.

    Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung

    Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung

    Kinder und Jugendliche benötigen bestmögliche Entwicklungs- und Lernbedingungen für ihr Aufwachsen – auch in der Kinder- und Jugendhilfe. Damit sind grundsätzliche Aspekte von Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung berührt, die zu den elementaren Bestandteilen pädagogischen Handelns zählen. Der SOS-Kinderdorf e.V. sieht seine Verantwortung darin, den anvertrauten jungen Menschen verlässliche Beziehungen zu bieten, sie auf ihrem individuellen Bildungsweg zu begleiten, sie bestmöglich auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten und die Mädchen und Jungen in allen sie betreffenden Dingen altersgerecht zu beteiligen.

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  • Personalpolitische Grundsätze des SOS-Kinderdorf e.V.

    Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung in der Personalarbeit

    Elisabeth Rades

    Betreuungs- und Beziehungsarbeit mit den anvertrauten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien – das ist ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit im SOS-Kinderdorf e.V. Der Träger unterstützt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, diesen Vereinszweck qualifiziert, engagiert und verantwortungsvoll zu erfüllen. Im Gespräch schildert Elisabeth Rades, Leiterin des Ressorts Personal, welchen Rahmen die Personalpolitik von SOS-Kinderdorf dafür schafft und wie sie die Fach- und Führungskräfte an der Ausgestaltung ihres Verantwortungsbereichs beteiligt.

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  • Interview mit Claudia Braß-Wissink

    Professionelle Beziehungsgestaltung vor dem Hintergrund psychischer Belastung

    Claudia Braß-Wissink

    Kinder und Jugendliche, die in SOS-Wohngruppen kommen, haben in ihren Herkunftsfamilien häufig psychische Erkrankungen erlebt. Meist sind sie selbst psychisch belastet oder sogar traumatisiert. Claudia Braß-Wissink leitet den Bereich Wohngruppen im SOS-Kinderdorf Niederrhein. Im Gespräch geht die Sozialpädagogin darauf ein, wie die psychischen Auffälligkeiten der Mädchen und Jungen die pädagogische Arbeit prägen und worauf es bei der Gestaltung professioneller Beziehungen in diesem Kontext ankommt.

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  • Kauffrau für Bürokommunikation: Neustart mit Familie in Zürich

    „Dass ich gelernt habe, mich selbst anders zu sehen“

    Seit gerade einmal vier Wochen arbeitet Bianca Borgholte als kaufmännische Angestellte in der Sprachschule ECAP Zürich, die als Stiftung firmiert. Wenn sie darüber spricht, klingt es, als sei sie schon seit Jahren dabei. Das liegt bestimmt auch an ihrer angenehmen Art, auf Menschen sehr offen und fröhlich zuzugehen. Durch die Ausbildung im BAZ Berlin und im Laufe ihres Berufslebens hat sie eine große Professionalität als Kauffrau für Bürokommunikation entwickelt und ist auf die vielseitige Tätigkeit an der Sprachschule daher gut vorbereitet. „Langeweile kommt dabei nicht auf“, bemerkt sie schwungvoll, „und ich habe das Glück, in einem tollen, hilfsbereiten Team zu arbeiten.“

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