Ziel des Kinderschutzes ist es, Kinder und Jugendliche vor sämtlichen Formen von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung zu bewahren. Das Wohl der Kinder in allen Lebensbereichen sicherzustellen – in ihren Familien, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Bildungseinrichtungen etc. –, liegt in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung und hat immer an erster Stelle zu stehen. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist, hat die Bundesregierung einen gesetzlichen Rahmen für die Ausgestaltung des Schutzauftrags geschaffen. Auf dieser Grundlage setzt sich der SOS-Kinderdorfverein mit seiner Arbeit für den Schutz und die Rechte von Kindern ein und beruft sich dabei auf die UN-Kinderrechtskonvention.

  • Standards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

    Kinderschutz bei SOS-Kinderdorf

    Träger der Kinder- und Jugendhilfe müssen sich professionell mit Themen wie Macht, Abhängigkeit, Gewalt und Missbrauch auseinandersetzen. Da pädagogisches Handeln weder im familiären noch im fachlichen Kontext gänzlich fehlerfrei sein kann, sind sie gefordert, Maßnahmen und Verfahren zu etablieren, um junge Menschen vor Unrechtshandlungen jeglicher Art zu schützen. Gerade in Zeiten steigender Anforderungen an Eltern und pädagogische Fachkräfte lassen sich Überlastungssituationen und die Gefahr von Grenzüberschreitungen nicht ausschließen. Daher entwickelt der SOS-Kinderdorfverein kontinuierlich seine Standards, Verfahrenswege und Handlungsleitlinien weiter, um den Fachkräften Handlungssicherheit zu geben und Grenzverletzungen vorzubeugen.

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  • Handlungsfeld Kinderschutz

    Bedarf, Herausforderungen und Praxis

    Ziel des Kinderschutzes ist es, Kinder und Jugendliche vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt sowie vor Vernachlässigung zu schützen. Oft sind die Kinder von mehreren Arten von Gewalt zugleich belastet. Familien, die sich um Unterstützung bemühen und beispielsweise an das SOS-Beratungszentrum Kinderschutz Saarbrücken wenden, befinden sich oft in einer sehr schuld- und schambehafteten Situation. Um Zugang zu ihnen zu finden und Veränderungsprozesse zu ermöglichen, ist der Aufbau von Vertrauen ein wichtiger Schritt in der Beratung.

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  • Standards für Prävention und Intervention

    SOS-Kinderschutzkonzept


    "Die größte Herausforderung für Fachkräfte ist es, den Wunsch der Kinder zu erfüllen: Ich will meine Eltern, ich will meine Familie behalten, aber ich möchte auch keine Gewalt mehr erleiden." So beschreibt Gaby Obereicher die Anforderungen an die Jugendhilfe, wenn es darum geht, das Kindeswohl und den Kinderschutz sicherzustellen. Das SOS-Beratungszentrum Kinderschutz Saarbrücken ist täglich mit gewaltbelasteten Familien und dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung befasst. In ihrer Funktion als Bereichsleiterin unterstützt Gaby Obereicher ihr Team darin, das Kinderschutzkonzept des Trägers SOS-Kinderdorf e.V. in die Praxis umzusetzen und den betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zur Seite zu stehen.

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  • Praxisbeispiel

    Beratung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

    In der Beratung von Familien mit Gewalthandlungen kommt es darauf an, die Betroffenen durch möglichst niederschwellige Zugänge zu erreichen, ihr Vertrauen zu gewinnen und sie durch Gespräche oder die Vermittlung ambulanter Hilfen zu unterstützen. Für den Fall, dass Kinder oder Jugendliche in ihrer Familie nicht sicher sind und die ambulante Unterstützung nicht ausreicht, um ihren Schutz zu gewährleisten, hat das SOS-Beratungszentrum Kinderschutz die Aufgabe, zu intervenieren und weitere Schutzmaßnahmen einzuleiten.

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  • Beteiligung und Beschwerdemanagement im SOS-Kinderdorf Sachsen

    "Eine Frage des Wollens"

    „Warum sollen wir nicht in den Büschen spielen?“, „Können wir im Winter in der Holzwerkstatt arbeiten?“ und „Wann machen wir mal wieder einen Grillabend mit Lagerfeuer und Musik?“ Diese Fragen beschäftigen aktuell die Kinder und Jugendlichen im Dorfrat des SOS-Kinderdorfs Sachsen. Der Dorfrat ist eines der Medien, mit denen das Kinderdorf die jungen Menschen an der Gestaltung ihres Alltags beteiligt. Einmal im Monat tragen zehn delegierte Mädchen und Jungen Neuigkeiten, Fragen und Wünsche aus den Kinderdorffamilien und Wohngruppen zusammen, beraten sich und geben Vorschläge an die Einrichtungsleitung weiter.

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  • Unterstützung für Mitarbeiter

    Gut und sicher handeln im Kontext Kinderschutz

    Beim Kinderschutz sind neben dem Fachwissen die Sensibilität und die Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von wesentlicher Bedeutung: Fachkräfte, die mit hochbelasteten Familien arbeiten, müssen sehr reflektiert sein und achtsam mit den Familien, mit Kolleginnen und Kollegen und mit ihren eigenen Grenzen umgehen. Pädagogische Fachkräfte brauchen darüber hinaus Sicherheit in der Gefährdungseinschätzung und in ihrem Verhalten gegenüber Eltern, die das Wohlergehen ihrer Kinder nicht gewährleisten können.

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  • Handlungssicherheit für Mitarbeiter

    Prävention von Überforderung und Grenzüberschreitungen

    Jede pädagogische Fachkraft kann in Überforderungssituationen geraten und an eigene Grenzen stoßen. Ein hohes Arbeitsvolumen, steigende Fallzahlen, die Arbeit mit psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen und mit hoch belasteten Familien stellen große Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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