Vernetzen, austauschen, mitgestalten

Angebotsbezogene Fachtagungen

               

Zu den jährlich ca. vier bis fünf angebotsbezogenen Fachtagungen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Angebotstyps – z.B. Ambulante Hilfen, Kinderdorffamilien oder Berufsbezogene Hilfen – der verschiedenen Einrichtungen bundesweit eingeladen, hierarchieübergreifend ca. 25 bis 45 Personen pro Veranstaltung. Angebotsbezogene Fachtagungen bieten Gelegenheit, sich überregional zu vernetzen und zu aktuellen Arbeitsthemen in den Austausch zu kommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen des Vereins mit ähnlichen Aufgaben treffen sich und profitieren vom kollegialen Austausch und den gegenseitigen Erfahrungen. Die Fachtagungen haben auch das Ziel, Impulse zur konzeptionellen Weiterentwicklung und Profilschärfung des jeweiligen Angebotstyps aufzugreifen und zu bearbeiten.

               

»Selbst die beste technische Vernetzung ist nur so gut, wie die zwischenmenschliche Kommunikation, die dahinter steht.«
(Erich J. Lejeune, Unternehmer und Motivationstrainer, geb. 1944)

Wenn Thomas Bücken eine angebotsbezogene Fachtagung von SOS-Kinderdorf besucht, geht es ihm natürlich auch um die spannenden Inhalte. Eine Bereicherung sind diese Veranstaltungen für ihn aber außerdem, weil sich hier tolle Möglichkeiten auftun, sich auszutauschen und zu vernetzen. Der Bereichsleiter in den berufsbezogenen Hilfen des Kinderdorfs Niederrhein hat bereits mehrere dieser Tagungen erlebt und mitgestaltet. Ein Einblick aus Teilnehmersicht.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Arbeit in vergleichbaren Angeboten

Die angebotsbezogenen Fachtagungen bieten mir die Gelegenheit, mich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, die für SOS-Kinderdorf bundesweit in gleichartigen oder ähnlichen Themengebieten tätig sind. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den jeweiligen SOS-Einrichtungen sichtbar, was in der Regel zu einer sehr intensiven inhaltlichen Diskussion führt, und somit sehr inspirierend ist.

Die Gruppe der Teilnehmer bei diesen Tagungen besteht aus einer Mischung der in den Angeboten tätigen Professionen. So nehmen z.B. an der „Fachtagung für Ausbildung und Beschäftigung“ vergrößern Sozialpädagogen, Lehrer, Techniker bzw. Ausbilder/Anleiter und Leitungskräfte teil.

Die Tagungen zeichnen sich auch dadurch aus, dass vielfältige Methoden zur Bearbeitung des jeweiligen Themas zum Einsatz kommen. Neben Beiträgen und Kurz-Inputs zu aktuellen Fragestellungen bezüglich des Angebots sind dies zum Beispiel von teilnehmenden Einrichtungen vorbereitete und durchgeführte Workshops, Best-Practice-Beispiele, Märkte der Möglichkeiten, World-Cafés, Einrichtungsführungen etc. ... also praxisnahe Methoden, die einen gezielten inhaltlichen Austausch möglich machen.

Fachlicher Austausch und Möglichkeiten zur Vernetzung

Einerseits bestand und besteht für mich der Nutzen darin, fachlich, thematisch und inhaltlich viel von den anderen Einrichtungen und deren Mitarbeitern zu erfahren und dieses neu gewonnene Wissen auf die Gegebenheiten in meiner Einrichtung zu übertragen – soweit das aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen z.B. in verschiedenen Bundesländern möglich ist. Andererseits bieten sich Möglichkeiten, persönlich ins Gespräch zu kommen und sich SOS-weit individuell zu vernetzen sowie bestehende Kontakte auszubauen und zu pflegen.

Vernetzung und Nachwirken der Veranstaltungen

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Die Vernetzung beginnt bereits beim Zusammentreffen einer recht großen Gruppe von Fachleuten, die bei SOS-Kinderdorf thematisch ähnliche Aufgaben zu bewältigen haben. Es ergeben sich praktisch „automatisch“ inhaltliche und persönliche Verbindungen. Diese vertiefen sich in der Regel im Laufe der Veranstaltung im Rahmen von Workshops, Gruppen- und Partnerarbeiten, was oftmals dazu führt, dass man mittels elektronischer und/oder telefonischer Kommunikation auch nach den Veranstaltungen themenspezifisch miteinander „vernetzt“ bleibt.

Konkrete Unterstützung für den beruflichen Alltag

Neben fachlichem Input erhalte ich im Zuge der angebotsbezogenen Fachtagungen auch Informationen über aktuelle konzeptionelle Überlegungen zu geplanten Projekten oder Maßnahmen aus den verschiedenen Einrichtungen. Meist ergeben sich auch konkrete Möglichkeiten des Wissenstransfers im Rahmen der Workshops. So konnte ich z.B. nach einem Workshop anlässlich einer Fachtagung der Einrichtungen für Ausbildung und Beschäftigung eine Konzeption zur Eignungsanalyse von jugendlichen Teilnehmern praktisch „fertig“ mitnehmen und anschließend auf die Gegebenheiten in meiner Einrichtung anpassen.

Networking über die angebotsbezogenen Fachtagungen hinaus

Aus meiner bisherigen Erfahrung – und nach der Teilnahme an einigen (angebotsbezogenen) SOS-Tagungen – kann ich von vielen persönlichen und inhaltlich-thematischen Vernetzungen im Arbeitsalltag profitieren, die meist im operativen Geschäft, d.h. bei konkreten Fragestellungen, zum Tragen kommen. Ein gutes Beispiel für eine strukturelle Vernetzung ist eine im Nachgang zu einer dieser Fachtagungen entstandene Arbeitsgruppe von Bereichsleitungen der berufsbildenden Einrichtungen. Dem Vernetzungsgedanken von SOS-Kinderdorf folgend treffen wir uns persönlich, kontaktieren uns telefonisch und per E-Mail und haben eine gemeinsame virtuelle „Plattform“ im vereinseigenen Intranet aufgebaut. Hier können wichtige Informationen, Konzepte, Ausschreibungsunterlagen und sonstige Papiere hinterlegt werden. Von dieser Form der Vernetzung profitieren meiner Meinung nach alle: Teilnehmer, betreute Jugendliche, Mitarbeiter der teilnehmenden Einrichtungen und SOS-Kinderdorf als Träger für innovative Hilfeangebote insgesamt.

 

Thomas Bücken,
Bereichleiter in den berufsbezogenen Hilfen des Kinderdorfs Niederrhein

               

Zu den jährlich ca. vier bis fünf angebotsbezogenen Fachtagungen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Angebotstyps – z.B. Ambulante Hilfen, Kinderdorffamilien oder Berufsbezogene Hilfen – der verschiedenen Einrichtungen bundesweit eingeladen, hierarchieübergreifend ca. 25 bis 45 Personen pro Veranstaltung. Angebotsbezogene Fachtagungen bieten Gelegenheit, sich überregional zu vernetzen und zu aktuellen Arbeitsthemen in den Austausch zu kommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen des Vereins mit ähnlichen Aufgaben treffen sich und profitieren vom kollegialen Austausch und den gegenseitigen Erfahrungen. Die Fachtagungen haben auch das Ziel, Impulse zur konzeptionellen Weiterentwicklung und Profilschärfung des jeweiligen Angebotstyps aufzugreifen und zu bearbeiten.

               

»Selbst die beste technische Vernetzung ist nur so gut, wie die zwischenmenschliche Kommunikation, die dahinter steht.«
(Erich J. Lejeune, Unternehmer und Motivationstrainer, geb. 1944)

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