Susanne Korfmacher und Gerd Mutz

Corporate Volunteering in Deutschland – soziales und zivilgesellschaftliches Lernen durch unternehmerisches bürgerschaftliches Engagement

Beschreibung

In jüngster Zeit sind Corporate Citizenship und Corporate Volunteering auch in Deutschland Themen geworden. Beide Begriffe bezeichnen Formen des bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen, wie sie etwa in den USA oder Großbritannien schon seit vielen Jahren praktiziert werden. Der individuelle und gesellschaftliche Nutzen dieser Programme wird in Deutschland jedoch immer wieder zum Gegenstand kontroverser Diskussionen.

In ihnen wird die Frage gestellt, ob sich wirtschaftliche und sozialmoralische Ziele überhaupt vereinbaren lassen? Welches innovative wirtschaftliche, soziale und zivilgesellschaftliche Potenzial bergen diese Konzepte? Und welche Ursachen hat die Zurückhaltung von deutschen Unternehmen, Verbänden, Non-Profit-Einrichtungen und der Politik diesem Thema gegenüber?

Susanne Korfmacher und Gerd Mutz erläutern zunächst detailliert die beiden Ansätze sowie die dem Überbegriff "Corporate Citizenship“ zugrunde liegenden Herangehensweisen für unternehmerisches bürgerschaftliches Engagement: Corporate Foundations, Corporate Giving und Corporate Volunteering. Im Anschluss daran gehen sie der Frage nach, warum auch heute noch vonseiten der Gewerkschaften oder Non-Profit-Einrichtungen Zweifel laut werden, ob es den Unternehmen tatsächlich um die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung geht oder ob letztlich nicht doch das wirtschaftliche Motiv überwiegt.

Aus diesen und anderen Einwänden den Schluss zu ziehen, Corporate-Citizen-Programme seien für Deutschland ungeeignet, wäre nach Ansicht der Autoren jedoch zu kurz gegriffen. Vielmehr sollte es um die Frage gehen, in welchem Umfang die Bereitschaft zur zivilgesellschaftlichen Involvierung von Unternehmen sinnvoll, nachhaltig und für alle Beteiligten zufriedenstellend genutzt werden kann.

Autoren

Susanne Korfmacher

Jahrgang 1969, Soziologin; Geschäftsführerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Münchner Instituts für Sozialforschung (Munich Institute for Social Science, miss). Arbeitsschwerpunkte: Internationale Studien zu Corporate Responsibility und bürgerschaftlichem Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2003)

PD Dr. Gerd Mutz

Jahrgang 1952, Ökonom und Soziologe; Direktor des Münchner Instituts für Sozialforschung (Munich Institute for Social Science, miss); war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“. Arbeitsschwerpunkte: Internationale Studien zur Zukunft der Arbeit, zu Corporate Responsibility, zu sozialen und kulturellen Lernprozessen sowie bürgerschaftlichem Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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