Dieter Kreft

Moden, Trends und Handlungsorientierungen in der Sozialen Arbeit seit 1945. Oder: Hits und Flops – was bleibt für heute?

Beschreibung

Die Soziale Arbeit hat in der Bundesrepublik einen enormen Wandel durchgemacht. Dieser Prozess führte über die in den 1960er-Jahren einsetzenden inhaltlichen und fachlichen Reformen bis zu den radikalen Veränderungen im Zeichen der Ökonomisierung seit den 1990er-Jahren und läutete spätestens im Jahre 1993 die "kopernikanische Wende der Sozialen Arbeit" ein. Das bedeutet, wir befinden uns heute mitten in der marktmäßigen Umgestaltung des Sozialen, und zukünftig muss jeder Anbieter genau benennen, welche Leistungen für welche Zielgruppe er vorhält, was seine Leistungen kosten und wie er kontrollieren will, ob die mit der Leistung erwarteten Wirkungen und Ergebnisse eingetreten sind. Mit dieser Entwicklung verbunden ist auch ein Wechsel von der traditionellen bürokratischen zur betriebswirtschaftlichen Steuerung im Rahmen des Sozialmanagements mit neuen Instrumenten.

Dieter Kreft gibt einen fundierten und detaillierten Überblick über die Entwicklungsstufen in der Sozialen Arbeit von 1945 bis in die 2000er-Jahre. Dazu hat er drei sehr unterschiedliche Fachzeitschriften, den Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (NDV), Neues Beginnen (NB) beziehungsweise seit 1972 Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit (TuP) und die neue praxis (np), über weite Strecken dieses Zeitraumes hinweg ausgewertet. Kenntnisreich interpretiert und kommentiert der Verfasser – mit einem Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendhilfe  – historische und aktuelle Tendenzen sowie deren Irrtümer.

Autoren

Prof. h. c. Dieter Kreft

Jahrgang 1936, Staatssekretär a.D., freiberuflicher Fach- und Organisationsberater in Nürnberg, Honorarprofessor der Fachhochschule Nordostniedersachsen in Lüneburg. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Sozialmanagement, Verwaltungsmodernisierung, Planung. (Stand der Veröffentlichung 2004)

Seite drucken

© SOS-Kinderdorf e.V.