Ines Kurek-Bender

Alltägliche Probleme im Pflegekinderwesen

Beschreibung

Gemäß Kinder- und Jugendhilfegesetz stellt eine Pflegefamilie eine "befristetete Erziehungshilfe“ oder eine "auf Dauer angelegte Lebensform“ dar. Wie aber unterscheiden sich die unterschiedlichen Formen von Pflegefamilien? Und welche Schwierigkeiten treten insbesondere in der Bewerbungs-, Vorbereitungs- und Anbahnungsphase auf?

Ines Kurek-Bender, Vorsitzende des PFAD-Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien e.V., weist eindringlich auf den Widerspruch der Anforderungen in der gesetzlichen Definition von Pflegefamilie hin. Anhand zahlreicher Beispiele schildert sie ausführlich, wie komplex sich das Pflegekinderwesen in der Praxis gestaltet, wenn es darum geht, die richtige Entscheidung zum Wohl eines Kindes zu treffen.

Engagiert plädiert die Autorin dafür, vorhersehbaren Schwierigkeiten entgegenzuwirken, indem die vorhandenen Gesetze und Regelungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und der Grundsatz, in jedem Fall zum Wohle des Kindes zu handeln, konsequent umgesetzt werden. Dazu sind verbindliche Standards, vor allem für die allgemeine und individuelle Vorbereitung von Pflegeeltern, vonnöten. Durch diese könnte beispielsweise gewährleistet werden, dass Pflegepersonen in Zukunft schon vor der Aufnahme eines Kindes ihrer Rechte und Pflichten bewusst und zum Wohle der aufzunehmenden Kinder handlungsfähig gemacht werden.

Autoren

Ines Kurek-Bender

Jahrgang 1944, Diplomingenieurin, drei erwachsene Adoptivkinder, ein Pflegekind (18 Jahre); Vorsitzende des PFAD-Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien e.V., Leitung der PFAD-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main; Vorsitzende von PFAD FÜR KINDER, Pflege- und Adoptivfamilien, Landesverband Hessen e.V. (Stand der Veröffentlichung 2002)

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