Warnfried Dettling

Familie, Selbsthilfe und die Landschaft des Sozialen im einundzwanzigsten Jahrhundert

Beschreibung

Familienselbsthilfe kann als gelungenes Beispiel gelten für den inneren Zusammenhang von Betreuung und Teilhabe, politisch-sozialer Entwicklung und persönlichem Engagement und ebenso dafür, wie Ressourcen mobilisiert und zugleich die soziale Nachfrage befriedigt werden können. An vielen Orten ist sie mittlerweile Teil und Akteur einer neuen sozialen Landschaft geworden. Sie konnte dies werden, weil sie selbst eine kreative Antwort darstellt auf die großflächige Veränderung der sozialen Landschaft in der letzten Dekade des vergangenen Jahrhunderts.

Warnfried Dettling erzählt von dieser gesellschaftlichen Veränderung und schildert daran anschließend die Idee und Entwicklung der Familienselbsthilfe als ein Beispiel dafür, wie man an den Wurzeln der Demokratie kreativ auf Veränderungen in der Arbeits- sowie Familien- und Beziehungswelt reagieren kann. Er folgert: Wenn der Lebensort Deutschland lebendig und liebenswert bleiben oder es wieder werden soll, dann bedarf es der Pflege der sozialen Landschaften als einer gemeinsamen Aufgabe von Staat, Wirtschaft und Bürgergesellschaft. Dies erfordert jedoch immer auch die richtigen familienpolitischen Akzente und den engagierten Einsatz für die Förderung und den Erhalt von sozialen Räumen.

Autoren

Dr. Warnfried Dettling

Jahrgang 1943, freier Publizist; zuletzt von ihm erschienen ist das Buch „Die Stadt und ihre Bürger. Neue Wege in der kommunalen Sozialpolitik: Grundlagen, Perspektiven, Beispiele. Gütersloh 2001“. Arbeitsschwerpunkte: Gesellschaftlicher Wandel, Reform des Wohlfahrtsstaates, Sozialpolitik, Bürgergesellschaft. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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