Waltraud Harzer

"Hilfe, mein Kind ist behindert!"

Beitrag aus SOS-Dialog 1998

Beschreibung

Wenn Eltern sich ein Kind wünschen, haben sie in der Regel die Vorstellung von einem normalen, gesunden Kind. Entsprechend groß ist der Schock, wenn der Verdacht entsteht, dass etwas mit dem Kind nicht stimmt. Wird der Verdacht zur Gewissheit, dann ist Behinderung nicht nur eine ärztliche Diagnose, sondern meist auch ein Stempel: ausgeschlossen vom normalen Leben.

Waltraud Harzer schildert ihre Erfahrungen mit Elternarbeit und Mütter- beziehungsweise Elterngrupppen in der Frühförderung der Entwicklungsdiagnostischen Beratungsstelle des SOS-Kinderdorf e.V. in Landsberg/Lech. Einfühlsam veranschaulicht sie die schwierige Situation von Eltern eines behinderten Kindes und deren Bedarf an Beratung und Hilfe. Welche Unterstützungsangebote aber brauchen diese Eltern? Neben Beratung, Anleitung und Entlastung setzt man in der Entwicklungsdiagnostischen Beratungsstelle vor allem darauf, den Eltern ihre Kompetenzen bewusst zu machen und sie zu stärken. Gemeinsam mit Müttern und Vätern die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit herzustellen und zu erhalten, ist eine weitere zentrale Aufgabe, die es während des gesamten Prozesses der Frühförderung anzunehmen und zu bewältigen gilt.

Autoren

Waltraud Harzer

Jahrgang 1953, Diplom-Psychologin, leitet seit zwölf Jahren die SOS-Entwicklungsdiagnostische Beratungsstelle Landsberg. Sie arbeitete zuvor therapeutisch mit Kindern und Jugendlichen in freier Praxis. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Entwicklungsdiagnostik und Elternberatung sowie Mediatorenarbeit. (Stand der Veröffentlichung 1998)

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