Sigrid Holuba

Zuerst stand ich allein im Regen

Beitrag aus SOS-Dialog 1998

Beschreibung

“Mein Kind ist behindert.“ Das sagt sich so leicht. Das sagt sich so schwer. Sigrid Holuba erzählt von ihren Erfahrungen als Mutter eines behinderten Kindes.

Nachdem sie sich Ärzten und Krankenhäusern hilflos ausgeliefert fühlt, wächst in ihr der Entschluss, sich keinen weiteren Demütigungen mehr auszusetzen. Als sie schließlich die Frühförderstelle aufsucht, stößt sie auf eine andere Haltung als diejenige in den Kliniken. Zum ersten Mal spürt sie, dass man sich jenseits der Diagnose weiter für ihren Sohn und sie interessiert, und erlebt, wie sie beide als Personen und nicht als "Fall“ wahrgenommen werden, dass ihre Erfahrungen mit einem behinderten Kind als Teil der Therapie gefragt sind. In Gesprächskreisen für betroffene Eltern erfährt sie, wie es Menschen in einer ähnlichen Situation geht und wie heilsam Erfahrungsaustausch sein kann.

Dieser sehr persönliche Bericht erzählt davon, wie einer Mutter geholfen wird, den Entwicklungsrückstand ihres Sohnes zu akzeptieren und eine andere, heilende Perspektive für sich selbst zu entwickeln.

Autoren

Sigrid Holuba

Jahrgang 1961, Erzieherin, Mutter zweier Kinder, arbeitet auf Honorarbasis für die Elterninitiative, die der SOS-Entwicklungsdiagnostischen Beratungsstelle Landsberg am Lech angegliedert ist. (Stand der Veröffentlichung 1998)

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