Mathias Schwabe

Partizipation im Hilfeplangespräch – Hindernisse und wie sie gemeistert werden können

Beitrag aus SOS-Dialog 2000

Beschreibung

Partizipation soll den Betroffenen Chancen und Möglichkeiten zur Selbstbestimmung eröffnen, in der Praxis wird sie jedoch von den Beteiligten häufig als Zumutung empfunden. Welches sind die gängigsten methodischen und strukturellen Hürden bei einer angestrebten Beteiligung im Hilfeplangespräch? Welche Schwierigkeiten gibt es in der Praxis bei dem Versuch, Beteiligung in der Hilfeplanung zu realisieren? Und wie lassen sich diesbezügliche Probleme zufriedenstellend lösen?

Mathias Schwabe nennt drei Hauptprobleme bei der Umsetzung von Partizipation: Klienten erscheinen gar nicht erst zum Gespräch, Eltern oder Kinder sagen nicht, was sie wollen oder denken, und das Hilfeplangespräch ist überfrachtet mit Themen und häufig viel zu lang. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis entwickelt er konkrete Vorschläge, wie diese Hürden genommen werden können. Sehr anschaulich wird dabei geschildert, weshalb Beteiligung von Eltern, Kindern und Jugendlichen nicht selten als großes Risiko empfunden wird und in welchem Dilemma sich Professionelle unter Umständen befinden, wenn sie den Partizipationsgedanken ernst nehmen.

Autoren

Prof. Dr. phil. Mathias Schwabe

Jahrgang 1958, Diplompädagoge, systemischer Berater/Supervisor (IGST), Professor für Methoden der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Berlin. Langjährige berufliche Erfahrungen mit offener Kinder- und Jugendarbeit in einer Obdachlosensiedlung, als Sozialpädagoge in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und als Leiter eines Erziehungshilfeverbundes der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. (Stand der Veröffentlichung 2005)

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