Berthold Vogel

Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung. Eine neue „soziale Frage“ !?

Beitrag aus SOS-Dialog 2001

Beschreibung

Obwohl die Erwerbsarbeit heutzutage aufgund der sich immer schneller wandelnden Bedingungen und Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend an Stabilität verliert, nimmt ihre Integrations- und Annerkennungsfunktion in unserer Gesellschaft weiterhin zu. Gleichzeitig zeichnet sich eine neue Realität sozialer Ungleichheit ab: Eine große Gruppe junger Menschen mit guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt steht heute einer wachsenden Zahl von Jugendlichen gegenüber, die im Bildungs- und Beschäftigungssystem nahezu chancenlos sind. Spannungen und Ungleichheiten verschärfen sich gerade in der jungen Generation, und vieles deutet darauf hin, dass sich unter Jungerwachsenen in Zukunft zwei getrennte Welten von Gewinnern und Verlierern am Arbeitsmarkt herausbilden.

Berthold Vogel untersucht die verschiedenen Formen von Arbeitslosigkeit im Kontext von Erwerbsbiografien. Er schildert die Spaltung der Arbeitswelt und beleuchtet unterschiedliche Wege in die Arbeitslosigkeit. Er beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Ausgrenzung durch Arbeitslosigkeit für junge Erwachsene – der neuen sozialen Frage. Welche Jugendlichen finden Zugang zum Arbeitsleben und welche nicht? Was sind ihre schulischen und familiären Voraussetzungen? Wie erfahren junge Erwerbslose ihre eigene prekäre Lage auf einem sich verändernden Arbeitsmarkt und wodurch wird ihre Wahrnehmung der eigenen Situation geprägt?

Autoren

Dr. Berthold Vogel

Jahrgang 1963, Dr. disc. pol., Studium der Soziologie, Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und des Arbeitsrechts an der Georg-August-Universität Göttingen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Soziologischen Forschungsinstitut (SOFI) an der Georg-August-Universität Göttingen. Arbeitsschwerpunkte: Wandel der Arbeitsgesellschaft, Arbeitslosigkeit, Stadtentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2001)

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