Manfred Schmidt

Von der fürsorglichen Belagerung zur Partnerschaft zwischen Experten

Beitrag aus SOS-Dialog 2002
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Beschreibung

Im SOS-Hof Bockum, einer Mitte der 1980er-Jahre gegründeten Einrichtung zur beruflichen und sozialen Integration von erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung, wurde vor einigen Jahren damit begonnen, die Selbstbestimmung der dort untergebrachten Menschen zu fördern. Der hier geschilderte Prozess verlangte anfänglich viel von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Es mussten grundsätzliche Einstellungsänderungen vollzogen werden, und die Verunsicherung war zunächst bei allen Beteiligten deutlich spürbar.

Manfred Schmidt schildert die verschiedenen Entwicklungen, die in Bockum zu einem Mehr an Beteiligung und Mitwirkung geführt haben. Er berichtet eindrücklich von dem Balanceakt zwischen der Forderung nach mehr Selbstbestimmung und dem Vorwurf des Vernachlässigtwerdens seitens der Bewohnerinnen und Bewohner. Wie jedoch bewerten die Fachkräfte den Partizipationsprozess auf dem Hof? Kathrin Taube hat drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung über die an sie gerichteten Erwartungen und die Veränderungen in ihrer pädagogischen Haltung, zu denen das Thema "Selbstbestimmung“ geführt hat, befragt. Diese Interviews ergänzen die Beschreibung der Mitbestimmungsprozesse in im SOS-Hof Bockum.

Autoren

Manfred Schmidt

Jahrgang 1958, Abitur, Gärtnerlehre, fünf Jahre Hausvater in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth, seit 1986 Leiter von SOS-Hof Bockum. (Stand der Veröffentlichung 2002)

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