Manfred Busch und Gerhard Fieseler

Ein riskanter KICK – die Neuregelung zur Kostenheranziehung in der Kinder- und Jugendhilfe

Beitrag aus SOS-Dialog 2007

Beschreibung

Die neuen Bemessungsgrundlagen zur Kostenbeteiligung in der Kinder- und Jugendhilfe führen zwangsläufig auch zu der Frage, ob diese sozial gerecht ausfallen.

Manfred Busch und Gerd Fieseler weisen darauf hin, dass der Mindestkostenbeitrag vor allem Familien mit geringem Einkommen belastet. Sie machen darauf aufmerksam, dass nicht absehbar ist, wie sich die Neuregelung der Kostenheranziehung auf Hilfeverläufe auswirken wird, wenn seitens des Jugendamtes und der Sorgeberechtigten verstärkt nach Kostengesichtspunkten entschieden wird. Eine Absenkung der Standards und die Verschärfung von Armutslagen wären nur zwei von zahlreichen zu befürchtenden Auswirkungen. Die Autoren warnen in ihrer Stellungnahme zudem eindringlich vor einer Unterhöhlung der fachlichen Standards in der Kinder- und Jugendhilfe durch die von ihnen als sozial ungerecht bewertete Neuregelung der Bemessungsgrundlagen zur Kostenbeteiligung.

Autoren

Manfred Busch

Jahrgang 1952, Jurist und Psychologe, Fachberater in der Kinder- und Jugendhilfe. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Prof. Dr. jur. Gerhard Fieseler

Jahrgang 1937, Jurist, emeritierter Hochschullehrer für Recht und Verwaltung, lehrt an der Universität Kassel und ist in der Fort- und Weiterbildung tätig. (Stand der Veröffentlichung 2007)

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