Susanne Paulsen

Vier Schwestern

Beitrag aus SOS-Dialog 2012

Beschreibung

Geschwister bilden, zumindest wenn sie gemeinsam aufwachsen, immer auch eine Schicksalsgemeinschaft. Normalerweise verbringen sie weit mehr Zeit miteinander als mit den Eltern. Sie sind aufeinander angewiesen, und gemeinsam entwickeln sie ihre je eigene Identität.

Im Portrait zeichnet Susanne Paulsen ein Bild von vier Schwestern, die teilweise unter sehr schwierigen Bedingungen leben mussten. Auf der Grundlage von Erzählungen der jungen Frauen beschreibt sie einfühlsam, wie deren Vergangenheit und frühere Bindungsmuster das Beziehungsnetz, das heute zwischen ihnen besteht, geprägt haben und wie einige Teile dieses Netzes zerrissen, andere hingegen durch die Belastungen umso dichter wurden. Warum aber hat dieses Netz des Miteinanders diese vier Menschen gerade so geprägt und nicht anders? Warum bezeichnet eine von ihnen ein Geschwister als "Glücksbringer" und hat zugleich die Kontakte zu einer anderen Schwester auf ein Minimum reduziert? Welche Aspekte ihres Aufwachsens in prekären Verhältnissen haben die Beziehungen der Schwestern untereinander in welcher Form beeinflusst? Und was veränderte sich, als sie getrennt wurden und drei von ihnen in einem SOS-Kinderdorf untergebracht wurden, während die Älteste in eine Wohngruppe zog? Wie sehen die Beziehungen unter den jungen Frauen zueinander heute aus?

Bei ihrer Suche nach Antworten begibt sich Susanne Paulsen auf eine Reise ins Innere der Familiengeschichten der Mädchen und versucht so, das Rätsel der geschwisterlichen Bindung zu ergründen.

Autoren

Susanne Paulsen

Jahrgang 1962, Freie Autorin, arbeitet für GEO und GEO Wissen. Themenschwerpunkte sind Menschen, Naturwissenschaft und Psychologie. Deutscher Jugendliteraturpreis 2001 und Brandenburgischer Literaturpreis Umwelt 2001. Letzte Buchveröffentlichung: „Die nächste GENeration – Science und Fiction“ (2009). (Stand der Veröffentlichung 2012)

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