Jens Pothmann

Fehlanzeige – amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik und Geschwisterkinder in familienersetzenden Hilfen zur Erziehung

Beitrag aus SOS-Dialog 2012

Beschreibung

Am Beispiel der Daten des Jahres 2009 untersucht Jens Pothmann die amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik in Bezug auf Geschwisterkinder in den Hilfen zur Erziehung. Dabei stellt er fest, dass keine genaueren Informationen darüber erfasst werden, ob und wie viele Kinder und Jugendliche Geschwisterkinder in Heimen, Pflegefamilien oder anderen stationären Hilfesettings haben. Weder ist bekannt, inwiefern Geschwister des jeweiligen jungen Menschen gemeinsam oder getrennt beziehungsweise zeitgleich oder zeitversetzt untergebracht werden, noch wird bei der jährlichen statistischen Erfassung der Fallzahlen nachgefragt, ob das Kind oder der Jugendliche überhaupt Schwestern oder Brüder hat. Ein Befund, der nachdenklich stimmt und den vorhandenen Entwicklungsbedarf mehr als deutlich werden lässt.

Autoren

Dr. phil. Jens Pothmann

Jahrgang 1971, Diplompädagoge; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut e.V./Technische Universität Dortmund. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe und ihre Arbeitsfelder; Jugendamt und Soziale Dienste; Berichtswesen und Sozialberichterstattung; Kennzahlen und Indikatoren. (Stand der Veröffentlichung 2012)

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