Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf e.V.

Handlungsbefähigung und Wege in die Selbstständigkeit

Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf

               

Rezension: "Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf" (Höfer, Teuber, Sievi, Straus. 2017)

Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf

Die Studie des Sozialpädagogischen Instituts des SOS-Kinderdorf e.V. vermittelt eine Fülle von empirischen Daten, Problemstellungen und Imponderabilien, die für die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen [...] bedeutsam und beachtenswert sind. Es ist das Verdienst des Forschungsvorhabens, den [...] Blick darauf zu richten, wo und wie in der stationären Erziehungshilfe das „Gefühl der Zuversicht und damit die Handlungsbefähigung von Jugendlichen (ge)förder(t) werden kann“. Die Initiatorinnen und Initiatoren leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Heimerziehungsforschung.

Zur vollständigen Rezension von Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer (Socialnet.de)

Was stärkt junge Menschen in der stationären Erziehungshilfe auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit und wie können Fachkräfte in pädagogischen Institutionen sie am besten unterstützen? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt der Studie „Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf“, die das Sozialpädagogische Institut des SOS-Kinderdorf e.V. von 2011 bis 2014 in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. und dem Institut für Praxisforschung und Projektberatung durchgeführt hat. Gemeinsam wurde erforscht, unter welchen Bedingungen junge Menschen in SOS-Kinderdörfern aufwachsen, sich entwickeln und selbstständig werden und wie sie die Unterstützung im Kinderdorf erleben.

Viele Mädchen und Jungen, die in die Heimerziehung kommen, sind mit sehr belasteten Biografien konfrontiert und haben auf verschiedenen Ebenen soziale Benachteiligung erfahren: Zum einen hatten sie weniger Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten, und zum anderen wurden sie kaum darin unterstützt, ihre persönlichen Fähigkeiten so auszubilden, dass sie vorhandene Chancen auch tatsächlich nutzen können. Ziel der pädagogischen Arbeit in den SOS-Einrichtungen ist es, hier für einen Ausgleich und die nötige Chancengerechtigkeit zu sorgen. Dies entspricht auch dem Grundanliegen des viel diskutierten Verwirklichungschancenansatzes (Capability-Approach), nach dem jeder die Möglichkeit haben soll, ein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu führen.

Um herauszufinden, wie dies in den SOS-Kinderdörfern konkret gelingen kann, nimmt die Studie sowohl die Perspektive der Jugendlichen als auch die pädagogischen Möglichkeiten der Einrichtungen in den Blick:

  • Wie können junge Menschen eine Handlungsbefähigung entwickeln, die ihnen hilft, ihre Lebenssituation einzuschätzen, Chancen für sich zu erkennen und diese auch zu nutzen?
  • Welche Verwirklichungschancen eröffnet ihnen das Kinderdorf als pädagogische Institution auf dem Weg ins Erwachsenenleben? Und welche Rolle spielen dabei so wichtige Erfahrungen wie Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Verselbstständigung?

Der Forschungsband „Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf, Handlungsbefähigung und Wege in die Selbstständigkeit“ stellt die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projekt vor und gibt Anregungen für die Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis in der stationären Erziehungshilfe.

Das Forschungsprojekt bildet zudem die Grundlage für die daran anschließende „Längsschnittstudie zur Handlungsbefähigung junger Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit“, in der neben den aktuell in den stationären Einrichtungen lebenden Kindern und Jugendlichen auch Ehemalige (Care-Leaver) befragt werden. 

Literatur

               

Rezension: "Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf" (Höfer, Teuber, Sievi, Straus. 2017)

Verwirklichungschance SOS-Kinderdorf

Die Studie des Sozialpädagogischen Instituts des SOS-Kinderdorf e.V. vermittelt eine Fülle von empirischen Daten, Problemstellungen und Imponderabilien, die für die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen [...] bedeutsam und beachtenswert sind. Es ist das Verdienst des Forschungsvorhabens, den [...] Blick darauf zu richten, wo und wie in der stationären Erziehungshilfe das „Gefühl der Zuversicht und damit die Handlungsbefähigung von Jugendlichen (ge)förder(t) werden kann“. Die Initiatorinnen und Initiatoren leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Heimerziehungsforschung.

Zur vollständigen Rezension von Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer (Socialnet.de)

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