1980 bis 1990

Differenzierung der Angebotspalette

1977 - Beratung und präventive Hilfen

Bei der Weiterentwicklung der Angebote bilden nun ambulante und präventive Hilfen einen neuen Schwerpunkt des SOS-Kinderdorf e.V. Ab 1977 entstehen sieben Erziehungsberatungsstellen, deren besonderes Ziel es ist, sozial benachteiligte Familien zu erreichen. Sie integrieren ein breites präventives Angebotsspektrum in Form von Treffpunkten in ihre Aktivitäten. Zwei Frühfördereinrichtungen bieten Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderung beraterische und therapeutische Hilfe. 1980 übernimmt der Verein die Trägerschaft für die Mütterzentren in Salzgitter und München-Neuaubing und steigt so verstärkt in die gemeinwesenbezogene Arbeit für Mütter und Kinder ein.

1980 - Neue pädagogische Arbeitsfelder: Berufsausbildungszentren

Die Achtzigerjahre sind geprägt durch eine Differenzierung der Angebote des SOS-Kinderdorf e.V. Gesellschaftliche Problemlagen, wie die wachsende Jugendarbeitslosigkeit, werden aufgegriffen und neue pädagogische Arbeitsfelder erschlossen. 1980 entsteht das erste SOS-Berufsausbildungszentrum in Detmold für sozial benachteiligte Jugendliche, dem noch drei weitere Berufsausbildungszentren in Nürnberg, Saarbrücken und Kleve folgen. Die Ausbildung in anerkannten Berufen sowie berufsvorbereitende und -begleitende pädagogische Hilfen ermöglichen den Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration.

1990 - Vernetzung und Ausbau der Angebote in die neuen Bundesländer

Die Wiedervereinigung im Jahre 1990 stellt den SOS-Kinderdorf e.V. vor vielfältige Aufgaben und führt zu einer Phase des Aufbaues von Einrichtungen in den neuen Bundesländern. Es gilt, vernetzte Angebote zu entwickeln, die Kinder, Jugendliche und ihre Familien umfassend unterstützen und Hilfestellungen in der gesellschaftlichen Umbruchsituation bieten. Im Osten Deutschlands entstehen elf neue Einrichtungen: Zwei Kinderdörfer werden in Sachsen und Brandenburg gegründet. In Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt entstehen fünf Beratungszentren, die neben Erziehungsberatung über ein umfangreiches Treffpunktangebot für Kinder, Jugendliche und Familien verfügen, um auch mit präventiven Hilfen Familien zu unterstützen. In Berlin wird ein Berufsausbildungszentrum für junge Menschen eröffnet. In Gera entsteht eine Jugendeinrichtung, in Zwickau ein Mütterzentrum und in Mecklenburg-Vorpommern eine Dorfgemeinschaft für geistig behinderte Menschen.

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Konzeptionelle Weiterentwicklung - 1990 bis 2010

Vielfalt und Vernetzung der Angebote - Der Verein heute

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